Warten auf den Verteidigungszug;(Torwart)behinderung

#1 von dieter , 26.11.2009 14:11

Meines Wissens nach muß nur auf den Verteidigungszug gewartet werden, wenn
- der Schiedrichter das Spiel unbrochen hat
- ein Einwurf ausführt wurde
- ein Tick gemacht wurde
- der Angreifer es mitteilt "Ich warte"

Was ist aber bei (Torwart)behinderung und wann liegt diese vor?
Ich meine, der Schiedsrichter müßte das Spiel nach jedem Spielzug des Angreifers immer wieder neu unterbrechen (also keine Automatismus).

Wann liegt aber eine Torwartbehinderung vor?
Es wird oft eine Torwartbehinderung gepfiffen, wenn sich der Angreifer hinter der gegnerischen Torauslinie (egal wie weiter er vom Tor(wart) entfernt ist) befindet. Dies wäre praktisch bei jedem Eckball so. Dies kann in meinen Augen nicht richtig sein.

Ein (Torwart)behinderung müßte allerdings vorliegen, wenn dem Verteidiger durch z.B. den Arm des Angreifer, die Sicht auf den Ball verdeckt wird, oder er seinen Torwart nicht richtig benutzen kann.
Wenn dies richtig ist, liegt dann auch eine Behinderung vor, wenn der Ball z.B. auch außerhalb der Schußzone, durch den Angreifer verdeckt wird.

Ab wann hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen
a) im Moment der Behinderung, auch wenn der Ball rollt
b) wenn der Ball liegt.

Falls der Angreifer nicht wartet, gibt es Freistoß vom Ort die Spielens. Richtig?

Solange der Schiedsrichter nicht unterbricht, spielt meiner Erachtens der Angreifer weiter (auch wenn eine offensichtliche Behinderung vorliegt). Richtig?

Wie ist ein Reklamieren des Verteidigers zu ahnden, wenn dieser offensichtlich nicht behindert wird (beispielsweise beim Eckstoß) ?

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RE: Warten auf den Verteidigungszug;(Torwart)behinderung

#2 von DSTFB , 26.11.2009 18:53

Eins hast du vergessen beim heraus nehmen des RTW

Mit Torwart Behinderung ist so ein Thema. Da nicht klar beschrieben ist wann es der Fall ist.
Ich habe es mir zu eigen gemacht vor dem Zug des Angreifer als SR "eingeschränkt" zu sagen.

Behinderung liegt vor wenn der Torwart in seine Bewegungsfreiheit oder seine sicht eingeschrägt ist. Ich empfehlen jeden SR vor den Zug des Angreifer mit zuteilen das jetzt ein eingeschrägt der Zug statt findet. So muss nicht mehr da nach unterbrochen werden. Da ja dann bei einen warte Pflichtigen Zug es ein Freistoß für den Verteidiger gibt.


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RE: Warten auf den Verteidigungszug;(Torwart)behinderung

#3 von DSTFB , 26.11.2009 18:56

noch zu dein letzten Punkt vergessen was zu sagen. Weiter spielen sagen. wäre ja noch schöner wenn der Verteidiger durch reklamieren zu seine Zug kommt.


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RE: Warten auf den Verteidigungszug;(Torwart)behinderung

#4 von Gast , 27.11.2009 02:24

Zitat von dieter
Was ist aber bei (Torwart)behinderung und wann liegt diese vor?
Ich meine, der Schiedsrichter müßte das Spiel nach jedem Spielzug des Angreifers immer wieder neu unterbrechen (also keine Automatismus).



So ist das. Die Situation muss immer wieder neu - und zwar vor dem Spielzug des Angreifers - beurteilt werden.

Zitat von dieter
Wann liegt aber eine Torwartbehinderung vor?
Es wird oft eine Torwartbehinderung gepfiffen, wenn sich der Angreifer hinter der gegnerischen Torauslinie (egal wie weiter er vom Tor(wart) entfernt ist) befindet. Dies wäre praktisch bei jedem Eckball so. Dies kann in meinen Augen nicht richtig sein.

Ein (Torwart)behinderung müßte allerdings vorliegen, wenn dem Verteidiger durch z.B. den Arm des Angreifer, die Sicht auf den Ball verdeckt wird, oder er seinen Torwart nicht richtig benutzen kann.
Wenn dies richtig ist, liegt dann auch eine Behinderung vor, wenn der Ball z.B. auch außerhalb der Schußzone, durch den Angreifer verdeckt wird.



Deine Überlegungen sind zwar nachvollziehbar, die Regeln sehen das aber explizit anders. Regel 5.4.2 (deutsche Fassung, Stand 2000/2001) sagt eindeutig: "Diese Regel kann nicht auf andere Spielsituationen, in denen die Bedienung des Torwarts nicht behindert wird, ausgedehnt werden." Was damit gemeint ist, wird in der englischen Fassung (Stand 2005) deutlich: "It must be clear that the concept of limited flick may not be extended to other situations where the attacker does not hinder the goalkeeping of the defender. There shall never be a limited flick when the attacker is not physically positioned behind the defender's goalline, or when the attacker is not actually hindering the goalkeeping of the defender." Gemeint sind mit dem "eingeschränkten Spielzug" (oder "limited flick") also wirklich nur die Situationen, in denen der Angreifer hinter der gegnerischen Torlinie steht und das Torhüten physisch behindert.


Zitat von dieter
Ab wann hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen
a) im Moment der Behinderung, auch wenn der Ball rollt
b) wenn der Ball liegt.


Der Schiedsrichter muß vor dem Spielzug des Angreifers ansagen, daß es sich um einen "eingeschränkten Spielzug" handelt. Das ist u. U. nur dann möglich, wenn der Ball noch rollt.

Zitat von dieter
Falls der Angreifer nicht wartet, gibt es Freistoß vom Ort die Spielens. Richtig?

Solange der Schiedsrichter nicht unterbricht, spielt meiner Erachtens der Angreifer weiter (auch wenn eine offensichtliche Behinderung vorliegt). Richtig?

Zweimal ja.

Beste Grüße

Stephan


   

Verteidigungszug bevor der Angreifer den Ball tr
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